07.01.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hochgekochter Zorn

Jahrhunderthitzewelle in Argentinien sorgt für Stromausfälle. Proteste richten sich gegen Regierung. Die droht nun, die Energieunternehmen zu verstaatlichen

Johannes Schulten
Der Jahreswechsel brachte die Bewohner von Buenos Aires die seit Wochen ersehnte Abkühlung. Die Thermometer in der argentinischen Hauptstadt zeigten zwar noch immer um die 30 Grad. Doch die reichten, um das strapazierte Stromnetz zu stabilisieren. Dauertemperaturen von bis zu 39 Grad hatten die Elektrizitätsversorgung in der zweiten Dezemberhälfte kollabieren lassen und zu Massenprotesten geführt. Tausende Haushalte waren teils mehrere Tage von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Die Betroffenen zogen vor die Haustüren und blockierten Straßen und Autobahnen in und um Buenos Aires. Nach Plünderungen in Folge von Polizeistreiks in mehreren Provinzen waren es für die Regierung bereits die zweiten öffentlichen Unruhen innerhalb eines Monats.

Meteorologen sprachen vom heißesten Dezember in der Hauptstadt seit 1902. Die übermäßige Nutzung von Klimaanlagen und Ventilatoren hatte das marode Netz schnell zusammenbrechen lassen. In ganzen Straßenzügen d...

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