18.10.2013 / Titel / Seite 1

NSA-Chefs werfen hin

Führungsspitze des US-Geheimdienstes kündigt Rücktritt an. Scharfe Kritik an krimineller Praxis kam ausgerechnet von konservativen Politikern

Rainer Rupp
Nach acht Jahren an der Spitze des US-Geheimdienstes NSA verkündete der hochdekorierte General Keith Alexander am Donnerstag überraschend seinen vorzeitigen Rückzug ins Privatleben. Er will sich in Zukunft »mehr um seine Familie kümmern« statt, ließe sich sagen, um die anderer Leute per Internetschnüffelei. Gemeinsam mit Alexander will auch sein ziviler Stellvertreter John Inglis im März oder April 2014 die Abhöragentur verlassen.

Die kriminellen Arbeitsmethoden und Betätigungsfelder der NSA wurden im Sommer vom Whistleblower Edward Snowden dokumentiert. Ohne Snowden gäbe es die Umstrukturierung an der Spitze der NSA nicht. Die Berichte über das billionenfache Aufsaugen auch von US-amerikanischen, privaten Telefongesprächen, E-Mails, Adreßlisten und von Metadaten aus sozialen Netzwerken wie »Facebook« riefen in den USA umfassende Kritik hervor. Mit Hilfe der von der NSA gesammelten Daten wurden Charakterprofile angefertigt, die einzelne Personen oder gan...

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