10.06.2013 / Inland / Seite 5

Gegen Abschiebung in Elend und Tod

Hamburg: 2000 Demonstranten fordern Bleiberecht für Kriegsflüchtlinge aus Libyen. Wachsende Solidarität

Martin Dolzer
Mehr als 2000 Menschen haben am Samstag in Hamburg für die Rechte libyscher Kriegsflüchtlinge demonstriert. »Wir haben nicht den NATO-Krieg überlebt, um auf Hamburgs Straßen zu sterben« und ähnliche Losungen waren auf Transparenten zu lesen. 300 Flüchtlinge leben seit Mitte April auf Hamburgs Straßen, nachdem sie im Herbst 2012 hier angekommen waren. Die Stadt hatte lediglich über den Winter eine Unterkunft zur Verfügung gestellt (siehe jW vom 21.5.).

Vertreter der lateinamerikanischen, türkischen und kurdischen Community in der Hansestadt kritisierten in Beiträgen die Zerstörung von Lebensgrundlagen durch die neokolonialistische Politik von EU und NATO. Cornelia Kehrt, Sprecherin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), betonte: »Politische Vereinbarungen wie die von Schengen und Dublin und ihre Institutionalisierung mit der Grenzsicherungsagentur Frontex sollen dafür sorgen, daß alle, die nicht im Mittelmeer ertrinken, in Griechenland ...

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