Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
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18.11.2000 / Feuilleton / Seite 0

Friedensbruch ist kriminelles Verbrechen

Der Nürnberger Prozeß vor 55 Jahren und seine Wirkungen

Günther Wieland

Als am 20. November 1945 der britische Lordrichter Geoffrey Lawrence den Prozeß gegen Göring und Andere eröffnete, saßen 20 Spitzen des Naziregimes auf der Bank der Angeklagten. Zu ihnen gesellte sich bald der zunächst wegen Krankheit fehlende Kaltenbrunner. Außerdem verhandelte man gegen den abwesenden Bormann, dessen Tod am 2. Mai 1945 nahe dem Lehrter Bahnhof in Berlin damals nicht bekannt war. Andere Naziführer hatten sich selbst entleibt: Hitler im »Führerbunker« am 30. April, Goebbels dort 30 Stunden später. Reichsführer SS Heinrich Himmler folgte am 23. Mai, als ihn in der britischen Zone sein nagelneuer, nicht sonderlich einfallsreich auf Heinrich Hinzinger lautender, Ausweis verriet.

Drei weiteren hatte man in Nürnberg Platz neben ihren Komplizen reserviert: Dem entging Reichsgesundheitsführer Conti, als er sich am 6. Oktober an einem Zellenfenster erhängte. Der Führer der »Arbeitsfront« Robert Ley tat es ihm 19 Tage später gleich. Auf Konzernchef...

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