Der Schwarze Kanal
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29.01.2013 / Ausland / Seite 6

Manipulationen vorhersehbar

Keine Neuregistrierung der Wähler in Afghanistan. Kritiker befürchten Fälschungen

Thomas Berger
In Afghanistan wächst die Besorgnis, daß es bei den 2014 anstehenden Präsidentenwahlen zu Manipulationsversuchen kommen könnte. Die vielleicht wichtigste Voraussetzung, überhaupt einen ordnungsgemäßen Urnengang sicherzustellen, ist womöglich gerade zunichte gemacht worden, fürchten manche Kritiker. Denn überraschend gab die Unabhängige Wahlkommission am vergangenen Donnerstag in Kabul bekannt, daß im kommenden Jahr die alten Wählerkarten zum Einsatz kommen würden. Mit dieser Entscheidung ist das formell weisungsunabhängige Gremium ganz offenkundig vor dem derzeitigen Staatsoberhaupt Hamid Karsai eingeknickt. Dieser hatte eine Neuregistrierung aller Wahlberechtigten mit Verweis auf die damit entstehenden Kosten abgelehnt. Nur jene Afghanen, die seit den letzten Wahlen die Abstimmungsberechtigung erworben haben, sollen nun mit neuen Karten versorgt werden.

Wahlkommissionschef Fazal Ahmad Manawe hatte sich noch vor wenigen Tagen kämpferisch gegeben. Noch se...

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