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17.12.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stolpernder Platzhirsch

Kein Neustart bei der Deutschen Bank. Dem mächtigsten Finanzkonzern des Landes drohen seine Geschäfte zum Verhängnis zu werden

Stephan Müller
Für Paul Achleitner, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, kam die Razzia am Mittwoch ungelegen: 500 Beamte von BKA, Bundespolizei und Steuerfahndung durchsuchten das Geldhaus, nahmen fünf Banker fest. Gegen den Co-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen, seinen Finanzvorstand Stefan Krause und weitere Funktionäre laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Handel von Emissionsrechten. Die sollen zu Steuerhinterziehungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro geführt haben.

Diese Ermittlungen überschneiden sich mit Untersuchungen der Londoner Behörden, wo das Bankhaus in ein Kartell zur Manipulation des Libor (London Interbank Offered Rate) verwickelt ist, einem Referenzzinssatz, an dem weltweite Finanzgeschäfte im Volumen von täglich rund 1000 Milliarden Euro hängen. Im letzten Jahr mußte sich der Konzern zudem in den USA mit der Zahlung von 1,3 Milliarden US-Dollar vom Vorwurf der Kundentäuschung mit Hypothekenpapieren loskaufen. Dabei h...

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