21.09.2000 / Ausland / Seite 0

Fremdbestimmte Entwicklung

Irakisch-Kurdistan: Innere Konflikte und äußere Bedrohung (Teil 3)

Erhard Thiemann

Die wirtschaftliche Lage der Kurdengebiete im Nordirak ist durch eine Reihe von Besonderheiten geprägt. So führte die langjährige, systematische Politik der irakischen Regierung zur zielgerichteten Veränderung der Wirtschaftsstrukturen im kurdischen Landesteil. In deren Folge kam es zu großflächigen Umsiedlungen der ländlichen kurdischen Bevölkerung in künstlich geschaffene städtische Ansiedlungen (mujamm'at), im Grunde genommen riesigen Sammellagerstätten. Dies führte in großem Maße zu einer verhängnisvollen Zerstörung der ländlichen Dorfstrukturen, sozialer Entwurzelung der Landbevölkerung, einem weitgehenden Zusammenbruch der gesamten landwirtschaftlichen Produktion und massenhafter Abhängigkeit dieser Bevölkerungsteile von staatlich verteilten Nahrungsmitteln bereits seit Anfang der 80er Jahre. Als »Kornkammer Iraks« hat Irakisch-Kurdistan damit seit langem aufgehört zu existieren.

Dazu kommen die direkten Zerstörungen infolge von Krieg (1980 bis 1...

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