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20.09.2000 / Ausland / Seite 0

Bruderzwist und Spaltung

Irakisch-Kurdistan: Innere Konflikte und äußere Bedrohung (Teil 2)

Erhard Thiemann

Der Versuch, nach den Wahlen 1992 in den nordirakischen UN-Schutzzonen kurdische Verwaltungsstrukturen aufzubauen und zu festigen sowie die eingeleiteten Demokratisierungstendenzen zu stabilisieren, scheiterte an internen und externen Faktoren. Die neue Situation barg in sich ein enormes soziales, politisches und militärisches Konfliktpotential. Tiefgreifende innere Widersprüche wurden durch äußere Einflüsse und Einmischung verschärft, so daß es seit Mai 1994 zu lang andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den zwei führenden kurdischen Parteien im Nordirak, KDP und PUK, kam, Der innerkurdische Konflikt, in dessen Ergebnis erneut Hunderttausende Flüchtlinge unterwegs waren, war prägend für die heutige Konstitution der Herrschaftsverhältnisse und Machtapparate der jeweiligen Parteien. In Folge des Konfliktes wurde die Region in zwei getrennte Einflußzonen gespalten. Die nördlichen Provinzen Dohuk und Arbil werden von der KDP, und die südlich...

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