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01.06.2012 / Inland / Seite 4

Seelischer Beistand

Prozeß um Tod von Oury Jalloh: Verdacht auf Absprachen unter Zeugen. Dessaus Expolizeipräsidentin traf sich vor Aussage mit Pfarrer, der Stammgast im Gerichtssaal ist

Susan Bonath
Reste eines Feuerzeugs, die nie komplett untersucht wurden. Ein früherer Todesfall im Revier, dem strengere Kontrollvorschriften folgen, an die sich offenbar keiner hält. Eine übergeordnete Dienststelle, die den Dessauer Beamten Rassismus vorwirft. Eine gut informierte Expolizeipräsidentin mit »Gedächtnisschwund«. All das tauchte in der vierstündigen Verhandlung am Mittwoch nachmittag vor dem Magdeburger Landgericht auf. Und die alte Frage: Gab es Absprachen zwischen Polizisten im Zeugenstand? Die Nebenkläger gehen davon aus. Zudem sind sie überzeugt, durch weitere Untersuchungen an der »offiziellen Selbstmordthese« rütteln zu können. Die Nebenklage wirkt ohnehin wie David im Kampf gegen Goliath im Prozeß um den am 7. Januar 2005 in der Dessauer Polizeizelle Nummer fünf verbrannten Asylbewerber Oury Jalloh.

Bei Expolizeipräsidentin Brigitte Scherber-Schmidt – heute ist sie Ministerialrätin in Sachsen-Anhalts Innenministerium – liefen die Fäde...

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