Gegründet 1947 Sa. / So., 24. / 25. August 2019, Nr. 196
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
07.08.2000 / Ausland / Seite 0

Wie Polen privatisiert wird

Das Beispiel polnische Eisenbahnen: Schulden bisher staatlicher Unternehmen werden vergesellschaftet

Marian Stankiewicz

Die Regierungskoalition aus der nationalkonservativen »Wahlaktion Solidarnosc« (AWS) und der neoliberalen Freiheitsunion (UW) ist zwar im Mai 2000 in Polen auseinandergebrochen, doch wenn es um die Fortsetzung des bisherigen Wirtschaftskurses geht, funktioniert sie im Parlament weiter. Der polnische Sejm billigte mit der Mehrheit beider Parteien ein Gesetz über »die Kommerzialisierung, Umstrukturierung und Privatisierung der Polnischen Staatsbahn«. Bis Ende 2002 soll die Privatisierung der Staatsbahnen (PKP) abgeschlossen sein, allerdings will der polnische Staat 51 Prozent der Anteile behalten.

Als Grund für diesen vor allem vom neuen Verkehrsminister Widzyk (AWS) vorangetriebenen Schritt wird die hohe Verschuldung genannt. Die PKP haben acht Milliarden Zloty (umgerechnet vier Milliarden DM) Schulden. Ihr Marktanteil am Verkehrsaufkommen sinkt seit Jahren. Aufgrund der fast permanenten Zahlungsunfähigkeit drohen die privatisierten Energiekonzerne, der PKP...

Artikel-Länge: 6810 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €