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15.02.2012 / Ausland / Seite 7

Klerus gegen Frauen

Brasilien: Opposition und Kirchen wettern gegen Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Regierung will sexuelle Gewalt stärker verfolgen

Andreas Knobloch
Bereits vor ihrem Amtsantritt hat die neue brasilianische Frauenministerin, Eleonora Menicucci de Oliviera, für Wirbel gesorgt. In der vergangenen Woche versprach sie in einem Interview mit der Tageszeitung Folha de São Paulo, auch als Ministerin die Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu verteidigen. »Abtreibung ist eine Frage der Gesundheitspolitik und keine ideologische Frage«, unterstrich die Politikerin. Bei Kirchenvertretern und rechten Politikern rief dies prompt harsche Reaktionen hervor. Der Abgeordnete der oppositionellen PMDB, Eduardo Cunha, kündigte an, daß sich die evangelischen Abgeordneten zusammentun würden, »um die Abtreiberin zu bekämpfen«.

Unter dem Druck der Opposition versuchte Menicucci kurz darauf, die Gemüter zu beruhigen. Dem Kongreß liege ein Projekt vor, das noch von der bis Ende 2010 amtierenden Ministerin Nilcéa Freire stamme und von deren Amtsnachfolgerin Iriny Lopes unterstützt wurde. Es sei also kein Kurswechsel ...

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