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10.12.2011 / Thema / Seite 10

Christ und Marxist

Geschichte. Vor 80 Jahren: Der antifaschistische Pfarrer Erwin Eckert tritt in die KPD ein und wird von der Kirche entlassen

Friedrich-Martin Balzer
Am 11. Dezember 2011 jährt sich zum 80. Mal die Entfernung des Mannheimer Pfarrers Erwin Eckert (1893–1972) aus dem badischen Kirchendienst. Dabei wurde mit ihm, nach den Worten seines Verteidigers Eduard Dietz, so umgegangen, »wie man sonst einen Verbrecher in der Kirche zu behandeln pflegt, der sich eines Sittlichkeitsverbrechens (…) oder sonst irgendeiner Schandtat schuldig gemacht hat«.

Hintergrund der Entlassung Eckerts war weder eine Dienstvernachlässigung noch die Beanstandung seiner Lehre. Grund war sein Übertritt zur KPD. Dieser erfolgte nach einem Gespräch u.a. mit Walter Ulbricht und Wilhelm Pieck am 3. Oktober 1931. Die Sensation dieses Vorgangs betraf nicht nur den Eintritt eines Pfarrers in die Kommunistische Partei, sondern auch dessen Aufnahme. In einem Schreiben von Ernst Schneller, Reichstagsabgeordneter und Sekretär des ZK der KPD, an die Bruderschaft Sozialistischer Theologen hieß es am 15. Oktober 1931: »Beim Übertritt d...

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