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09.12.2011 / Feminismus / Seite 15

Ignorieren oder Klischees reproduzieren

Elke Amberg hat untersucht, wie Lesben in den Medien dargestellt werden

Gabriele Bischoff
Seit Jahrzehnten treten Lesben und Schwule in München gemeinsam für ihre Rechte ein. Seit 15 Jahren veranstalten sie den Münchner Christopher Street Day. Die Organisatorinnen und Organisatoren wollten in diesem Jahr öffentlichkeitswirksam demonstrieren, welch großen Anteil Frauen am Kampf für die Rechte jedes Menschen unabhängig von seiner Sexualität haben: Einmalig sollte der CSD »Christina Street Day« heißen. Doch vor allem die schwule Szene reagierte scharf und diskutierte diesen »Etikettenschwindel« aggressiv auf Facebook und dem Portal queer.de.

Daß es hier überhaupt eine Diskussion um die Sichtbarkeit von Lesben gab, ist der Journalistin und Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg zu verdanken. Mit ihrer Studie »Sag’ mir, wo die Lesben sind?« fand sie heraus: Lesben werden oft nicht als solche benannt, der Begriff taucht in keiner Überschrift auf, nur wenige Lesben werden zitiert oder stehen gar im Mittelpunkt eines Artikels. Meist versch...

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