08.12.2011 / Inland / Seite 4

Der Kaiser ist nackt

NABU präsentiert internationale Studie zu gentechnisch veränderten Nutzpflanzen. Grüne fordern schärfere Kennzeichnungspflicht

Rainer Balcerowiak
In bezug auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (GVO) ist Deutschland fast noch so etwas wie eine Insel der Glückseligen. Trotz massiver Einflußnahme von mächtigen Lobbyverbänden gibt es bislang nur wenige Zulassungen für die kommerzielle Nutzung und entsprechend verschwindend geringe Anteile am Gesamtanbau. In anderen Ländern sieht das anders aus. Weltweit wurden 2008 in insgesamt 25 Staaten auf 125 Millionen Hektar GVO-Planzen angebaut, was acht Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche entspricht.

Die Umweltaktivistin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva stellte am Mittwoch in Berlin auf Einladung des Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine Studie mit dem Titel »The GMO emperor has no clothes. (Der GVO-Kaiser hat keine Kleider)« vor, der sich mit den Lügen der Gentech-Lobby und den verhängnisvollen Folgen der Ausbreitung von GVO-Pflanzen beschäftigt. Hauptargument der Gentech-Befürworter ist die angebliche Steigerung...

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