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17.06.2000 / Ansichten

Tritt vors Schienbein

Zum Besuch des russischen Präsidenten Putin in Berlin

Rainer Rupp

Seine guten Deutschkenntnisse ließen die Boulevardpresse auf eine neue Männerfreundschaft im Stil von Kohl und Jelzin hoffen. Im Vorfeld von Putins Besuch wurde euphorisch »das alte Sonderverhältnis mit Moskau beschworen«, mit dem Berlin angeblich »eine strategische Partnerschaft ähnlich wie mit den USA« pflege. Der russische Präsident schien das nicht so zu sehen - auf dem Rückweg aus Spanien machte er in Berlin Station, vorher war er bereits in London und Rom. Die Abkühlung der deutsch-russischen Beziehungen war vor fast zwei Jahren mit dem Amtsantritt Schröders eingetreten. Deutschland schien nicht mehr wie früher als Mittler zwischen Ost und West agieren zu wollen. Dies ist mit den Berliner Bestrebungen, die Führungsrolle in der EU zu übernehmen, unvereinbar. Mit der Machtübernahme Putins begann jedoch eine neue politische Offensive, mit der Westeuropa für die sicherheitspolitischen Vorstellungen Moskaus...

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