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01.09.2011 / Thema / Seite 10

»Die Kriegsmaschine lahmlegen«

Hintergrund. Am 23. Oktober 1998 wurde die deutsche Internationalistin Andrea Wolf in der Türkei ermordet. Die Bemühungen um Aufklärung des Verbrechens und Bestrafung der Täter ­dauern bis heute an

Korbinian Pfaff, München
Am 14.September startet eine 30köpfige Menschenrechtsdelegation aus Deutschland, El Salvador und der Schweiz in die Türkei, um das Massaker vom 23. Oktober 1998 aufzuklären, bei dem 41 kurdische Kämpferinnen und Kämpfer getötet wurden; auch die deutsche Internationalistin Andrea Wolf wurde – neben mindestens zwei weiteren ­Guerilleras – bei diesem Kriegsverbrechen der türkischen Armee als unbewaffnete Gefangene gefoltert und extralegal hingerichtet.

Ich würde mir wünschen, daß es in den Metropolen Bewegungen gäbe, die diesen Krieg angreifen, unmöglich machen würden. Einfach den Nachschub kappen. Ich weiß, es ist angesichts des Zustands in den Metropolen utopisch. Auch auf längere Zeit wird es so bleiben. Schade, das wäre was. Eine militante Bewegung, die die Kriegsmaschine lahmlegt.« Andrea Wolf schrieb diese Sätze am 1. Mai 1997 in den Bergen Kurdistans. Kurz vor einer großen Mobilmachung des türkischen Militärs. Ihr Wunsch ging nicht mehr i...

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