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22.08.2011 / Inland / Seite 4

Kohlendioxidklo Nordsee?

BUND-Studie zu Gefahren der unterseeischen Verpressung des klimaschädlichen Gases vorgestellt. Appell an Länder, im Bundesrat gegen CCS-Gesetz zu stimmen

Jana Frielinghaus
Im Bundestag ist es am 7.Juli bereits abgenickt worden: das Gesetz zur Einführung der sogenannten CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage bzw. Kohlendioxid­abscheidung und -einlagerung). Am 23.September steht die Entscheidung darüber im Bundesrat an. Der Inhalt in Kürze: Es ermöglicht den Energiekonzernen, konkret vorerst Vattenfall, die Erprobung und Anwendung der Technologie, mit der bei der Kohleverstromung entstehendes Kohlendioxid abgeschieden und in tiefe geologische Formationen verpreßt wird. Die Verantwortung dafür, daß das CO2 auch dort unten bleibt, muß das Unternehmen dabei lediglich 30 Jahre tragen.

Eigentlich soll mit CCS gewährleistet werden, daß der Stoff, der in gasförmigem Zustand kräftig zur Erd­erwärmung beiträgt, Tausende Jahre keine Probleme mehr macht. Daß er sich daran hält, bezweifeln Experten. Am Freitag stellte der Geologe Ralf Krupp in Hamburg erneut eine Studie zum Thema vor, erstellt im Auftrag des Bundes für Umwelt und N...

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