Der Schwarze Kanal
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20.08.2011 / Inland / Seite 5

Gespaltene Belegschaft

Bei Bertelsmann-Druckerei Prinovis in Nürnberg wehrt sich nur ein Teil der Beschäftigten mit Streik gegen Entlassung von Gewerkschaftern. Solidarität in Itzehoe

Herbert Wulff
Der Kampf gegen Entlassungen und für Tarifverträge bei der Tiefdruckerei Prinovis in Nürnberg wird mit harten Bandagen geführt. 138 der rund 800 Beschäftigten sollen auf die Straße gesetzt werden – und zwar diejenigen, die Einkommenskürzungen nicht »freiwillig« akzeptiert haben. Die Betroffenen wehren sich: Zum mittlerweile dritten Mal legten sie in dieser Woche vorübergehend die Arbeit nieder. Das mehrheitlich in Besitz des Medienkonzerns Bertelsmann befindliche Unternehmen reagiert darauf mit rechtswidrigen Aussperrungen.

Der Streik bei Prinovis begann am Montag während der laufenden Schicht. Rund 100 Beschäftigte blieben bis Donnerstag früh im Ausstand. Nach einer 18stündigen Unterbrechung setzten sie die Aktion am Freitag fort, um für einen »Sozialtarifvertrag« und die Anerkennung des Branchentarifs Druck zu machen. Hintergrund sind Pläne des Managements, 138 Beschäftigte auf die Straße zu setzen. Betroffen wären ausschließlich Mitarbeiter, die...

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