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22.05.2000 / Ausland / Seite 0

Gesteuerte Protestbewegung

Simbabwe: Berechtigte Forderungen nach Landbesitz mischen sich mit Demagogie-Kampagne Mugabes

Anton Holberg

Ursprünglich waren in Simbabwe Parlamentswahlen für den April geplant. Präsident Robert Mugabe hat jedoch Wege und Mittel gefunden, die Dinge durcheinanderzubringen und die Wahlen, bei denen seine ZANU-PF in die Opposition geschickt werden könnte, zu verschieben. Ob der von ihm letzte Woche versprochene Termin - der 24. und 25. Juni - eingehalten werden wird, muß sich erst noch zeigen.

Nachdem Mugabe mitgeholfen hatte, die einst relativ starke Wirtschaft des Landes in die Knie zu zwingen, und nachdem er in den letzten drei Jahren mit einer wachsenden und militanten Oppositionsbewegung konfrontiert war, standen ihm und seinem Regime nicht mehr viele Optionen offen. So entschied er sich schließlich, die Landfrage zu instrumentalisieren, die er in den ganzen 20 Jahren seiner Herrschaft nicht angegangen ist. Diese Landfrage in der ehemals britischen Kolonie Rhodesien jedoch war neben der formalen Entkolonialisierung die zentrale Frage des 15 Jahre andauernden...

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