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19.04.2011 / Inland / Seite 4

Teure Privatisierung

Nach Teilverkauf von Krankenhäusern zahlt Hamburg drauf. Ehemalige Mitarbeiter wurden in Behörden geparkt. Eine sinnvolle Beschäftigung gibt es für sie nicht

Mirko Knoche, Hamburg
Hamburg hat seine Krankenhäuser privatisiert – und zahlt dafür immer noch drauf. Allein 2010 mußte die Freie und Hansestadt über 36 Millionen Euro für die Rückkehr von Klinikbeschäftigten in den öffentlichen Dienst ausgeben. Im Vorjahr waren es sogar fast 47 Millionen Euro. Das berichtet das Hamburger Abendblatt (Montagausgabe) unter Berufung auf ein Behördenpapier. Seit dem Verkauf von sieben kommunalen Krankenhäusern an die private Asklepios-Gruppe seien für die Stadt Personalkosten in »dreistelliger Millionenhöhe« angefallen. Rund 750 ehemalige Klinikmitarbeiter sind in Bezirksämtern und Behörden zwischengeparkt, ohne eine sinnvolle Beschäftigung auszuüben. Die Kosten dafür tragen die Steuerzahler, nicht etwa der Asklepios-Konzern.

Anfang 2005 hatte die damalige CDU-Alleinregierung den Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK) privatisiert. Zuerst gingen 49,9 Prozent der Anteile und die unternehmerische Leitung für knapp 320 Millionen Euro an das Untern...

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