03.09.2010 / Ausland / Seite 7

Profiteure zur Kasse

Argentiniens Medienkrieg geht in die nächste Runde

Johannes Schulten
In der Auseinandersetzung zwischen großen Teilen der argentinischen Presse und der Regierung hat Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eine neue Runde eingeläutet. Sie beschuldigt die beiden Verlagshäuser Clarín und La Nación, beim Kauf der einzigen Fabrik für Zeitungspapier des Landes mit der Militärdiktatur paktiert zu haben. Das Geschäft erfolgte im November 1976, einige Monate nachdem die Militärs gegen die Regierung Isabel Perón geputscht hatten. Seither verfügen die beiden auflagenstärksten Blätter des Landes über das Produktionsmonopol für Zeitungspapier. Das geht aus einem knapp 200 Seiten starken Forschungsbericht der Regierung hervor, den die Präsidentin Mitte vergangener Woche in Buenos Aires vorgestellt hat. Demnach habe es einen »Geheimpakt« zwischen beiden Zeitungen und den Generälen gegeben. Fernández de Kirchner erstattete Anzeige.

Nun ist es Aufgabe der Justiz zu prüfen, ob die im Bericht erhobenen Vorwürfe stimmen. Sollte dies der ...

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