24.07.2010 / Inland / Seite 5

Dokumentation eines Kriegsverbrechens

Deutsche Menschenrechtsdelegation beschuldigt Türkei des Einsatzes chemischer Waffen

Nick Brauns
Die türkische Armee setzt bei ihrem Kampf gegen Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans PKK offenbar auch völkerrechtlich geächtete chemische Waffen ein. Das dokumentierten Menschenrechtsaktivisten anhand der Fotos getöteter Guerillakämpfer am Freitag auf einer Pressekonferenz im Berliner Haus der Demokratie.

Nahe der türkisch-irakischen Grenzstadt Cukurca in der Provinz Hakkari waren im September letzten Jahres acht Guerillakämpfer im Alter zwischen 19 und 33 Jahren trotz eines von der PKK verkündeten Waffenstillstandes vom Militär getötet worden. Augenzeugen aus der Bevölkerung hatten berichtet, daß Soldaten gasförmige, allem Anschein nach chemische Substanzen in Form von Geschossen in eine Höhle einbrachten und kurz darauf mehrere Guerilleros bargen. Einige der bereits leblosen Körper, darunter eine Frau, seien daraufhin von einem Panzerwagen überrollt oder erschossen worden.

Kurdische Menschenrechtsaktivisten hatten Fotos der getöteten Guerillakämpfe...



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