23.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

In den Strafraum

Für den Herbst schlägt die »Aktionsgruppe Georg Büchner« aus Frankfurt am Main zum Auftakt einer bundesweiten Kampagne die Belagerung einer »systemischen« Bank vor

Wolf Wetzel
Als der Vorschlag kam, im März 2009 zu Großdemonstrationen unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« aufzurufen, lehnten die Gewerkschaftsspitzen eine Unterstützung ab. Die Basis und viele linke Gruppierungen mobilisierten dennoch. Was für die Führungsgremien viel zu früh war, war für über 40000 Menschen gerade richtig. Praktisch herrschte aber danach in allen politischen Spektren bleierne Stille. Man überließ den Herrschenden das Tempo, die Richtung, die Schlagzeilen und wartete in banger Ohnmacht auf das, was kommen mußte.

Verarmungsprogramm

Ein Jahr später, am 12. Juni 2010, fanden unter demselben Motto zwei Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin statt. Bei vorsichtiger Schätzung waren zusammen etwa 40000 Menschen auf der Straße. Bei nüchterner Analyse kein Erfolg, sondern Ausdruck politischen Stillstandes, was die Zahl der Teilnehmer, vor allem aber, was die Ziele solcher Demonstrationen anbelangt. Vor einem Jahr ahnte man, wer für die Ka...

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