09.06.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rettungsring aufgeblasen

Euro-Land will seine Pleitekandidaten mit 750 Milliarden schützen. Doch Gold steigt weiter, Finanzmärkte reagieren kühl, und das Mißtrauen wächst

Rainer Rupp
Vor dem Hintergrund eines kontinuierlichen Sinkflugs der europäischen Gemeinschaftswährung auf unter 1,20 US-Dollar haben die Finanzminister der Euro-Zone am Montag in Luxemburg ihren zuvor vereinbarten Schutzschirm scharf geschaltet. Das Vehikel hat ein Volumen von insgesamt 750 Milliarden Euro, und die Aufschüttung eines solch gewaltigen Geldberges war zuallererst dazu gedacht, das aufgescheuchte Finanzkapital zu beruhigen. Doch eine Reaktion der vielbeschworenen »Märkte« (die nach Lehrmeinung der bürgerlichen Ökonomie immer Recht haben) blieb aus. Dafür hat der Krisenindikator Gold seinen Höhenflug fortgesetzt und am Dienstagmorgen ein neues Allzeithoch von bisher unvorstellbaren 1040 Euro pro Feinunze (31,1 Gramm) erreichte. Europas Leitwährung dümpelte indes weiterhin unter der Marke von 1,20 Dollar dahin.

Bereits am Montag hatten Aussagen des französischen Regierungschefs die Talfahrt des Euro beschleunigt. Monsieur Francois Fillon hatte von einer ...

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