12.05.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Bagdad mauert sich ein

Um Iraks Hauptstadt wird ein gigantischer Schutzwall errichtet. Mehr Sicherheit versprechen sich die Bewohner davon nicht. Sie wollen Jobs, Strom und Wasser

Karin Leukefeld, Bagdad
Willkommen in Bagdad«, lacht Ali und drosselt am »Bagdad Gate« die Geschwindigkeit nach der mehrstündigen Fahrt von Kirkuk aus. Die zwei großen Torbögen markieren die nordöstliche Stadtgrenze zur Provinz Diyala. »Die Tore sind neu«, erklärt Ali, das eigentliche »Bagdad Gate« stehe im Norden, an der Stadtgrenze zur Provinz Salahadin, wo es nach Tikrit, Samara und Mossul geht. Während die Gebäude des neuen »Bagdad Gate« für Polizei und Soldaten bereits fertig gestellt sind, ziehen sich die Bauarbeiten der Tore und der hindurchführenden Straßen hin. »Hier soll die Mauer um Bagdad beginnen und enden«, berichtet Ali aus den Nachrichten vom Vortag. Der »Sicherheitszaun« ist eine Idee aus dem Verteidigungsministerium und soll bis Mitte 2011 errichtet sein. Tatsächlich handelt es sich um eine Mauer aus Beton­elementen, auf deren oberem Ende ein Zaun mit Kameras und Bewegungsmeldern installiert werden soll. In den ländlichen Gegenden, die Bagdad umgeben, sollen ti...

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