24.03.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Keine Insel der Seligen

Megakonzerne investieren Milliarden in Papua-Neuguinea. Vom gigantischen Erdgasprojekt ­profitieren voraussichtlich nur wenige

Raoul Rigault
Knapp elf Milliarden Euro wollen der US-Konzern Exxon-Mobil und die australische Firma Oil Search in Papua-Neuguinea investieren. Es geht um ein Erdgasprojekt, das zu den größten der Welt zählt. Ab 2014 sollen im Hochland der Insel nördlich von Australien dreißig Jahre lang 6,6 Millionen Tonnen Gas pro Jahr gefördert werden. Über eine 300 Kilometer lange Pipeline gelangt es dann an die Küste und wird von dort weitere 415 Kilometer unter Wasser in eine Raffinerie nahe der Hauptstadt Port Moresby gepumpt, so die Planungen. Verflüssigt soll es dann in alle Welt transportiert werden. 22,4 Mil­liarden Euro Gewinn erwarten sich die Betreiber von dem Projekt. Im Land bleiben wird davon wenig, denn die Regierung ist nur über eine knapp 17prozentige Minderheitsbeteiligung an Oil Search mit von der Partie.

Dabei hätte der drittgrößte Inselstaat der Welt Einnahmen bitter nötig, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben und die Entwicklung voranzutreiben. Nur a...

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