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29.12.2009 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Shareholder Value am Ende?

Die kapitalmarktorientierte Unternehmenssteuerung könnte sich in der Krise noch verfestigen

Daniel Behruzi
Wie wird sich die Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Unternehmenssteuerung auswirken? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Jenaer Soziologen Klaus Dörre und Hajo Holst in einem Beitrag für die von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung herausgegebenen WSI-Mitteilungen. Zunächst zeichnen sie darin die Durchsetzung des Shareholder Value in den Jahren seit 1990 als entscheidende Form der Steuerung von Konzernen nach. Zentrales Merkmal ist dabei das der Kurzfristigkeit: »Während die frühere Manageraufsicht an einer langfristigen Stabilität der Kapitalakkumulation interessiert war, besteht das Kontrollregime des Shareholder Value ›auf den Leistungskriterien der Finanzmärkte‹«. Kurzfristige Kapitalbildung an der Börse wird zum Ziel des Managementhandelns. In der Folge geraten tarifliche Standards und Arbeitsbedingungen unter Druck. Ein Phänomen ist beispielsweise d...

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