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10.11.1999 / Feuilleton

Leserbriefe

Ich hatte das Glück, Klemperer zu hören

Zu jW vom 6./7. November: Interview mit Hadwig Klemperer »Was halten Sie vom Klemperer-Film der ARD?«

Noch einmal Klemperer: Leider muß ich der Veröffentlichung in der jW beipflichten. Die Serie erinnert fatal an »Gute Zeiten, Schlechte Zeiten«, eben in Nazizeiten. Klemperer als Literaturprofessor wird vorwiegend behauptet. Zu Beginn der Serie, vor seiner Entlassung hätte man das zeigen können! Klemperer als Verfasser der Tagebücher wird eigentlich auch nur behauptet und nicht dargestellt! Eine andere Frage drängt sich auch auf: Warum läßt man sein Buch »LTI, die Sprache des Dritten Reiches« außen vor? Angst? Es sind viele Begriffe der »LTI« in die Jetztzeit gekrochen, weil die Sprache als Ausdruck des Denkens die Inhalte weitertransportiert. Man denke an den überstrapazierten Gebrauch des Adjektivs »total« in der Nazizeit und heute! Verräterisch! (...)

Weil Klemperer als Figur vorwiegend behauptet wird, erfahre ich recht wenig, was in seinem Kopf vor sich ...

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