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10.11.1999 / Feuilleton / Seite 0

Hancock als Knochenbrecher

Das Berliner Jazzfest behauptete seinen guten Ruf gegen die Hauptstadtneurotiker

Rainer Balcerowiak

Was hatten sie wieder geschimpft! »Provinziell« sei das Ganze, einer Hauptstadt und Metropole unwürdig. Kein Konzept sei erkennbar, die großen Namen würden ebenso fehlen wie die modernen Trends im Jazz.

Deutlich wie selten wurde der Kopf des künstlerischen Leiters des Berliner Jazzfestes, Albert Mangelsdorff, gefordert. Es ist schon erschreckend, wie der »Höher, schneller, weiter«-Wahn nun auch die Kulturredaktionen der Hauptstadtmedien erfaßt hat. Doch Mangelsdorff und seine Crew zeigten sich dankenswerterweise diesem Geblöke weitgehend unzugänglich. Mit Themenabenden jenseits des Jazz-Mainstreams wie »10 Jahre Mauerfall«, einem erstaunlich hohen Anteil lokaler und nationaler Acts, diversen großen Klangkörpern und einer hörenswerten musikalischen Bandbreite vertritt er konsequent die Idee des Kulturfestivals gegen die Anhänger der Scheckbuch-Events, denen die konzeptlose Ansammlung möglichst vieler Superstars das einzige Kriterium für ein »hauptstadtgerec...

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