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10.11.1999 / Inland

Zwangsarbeitsfirmen stellen sich taub

Lambsdorff: Entschädigungsbemühungen der Industrie unzureichend. Rußland fordert fünf Milliarden Mark

Der Beauftragte des Bundeskanzlers für die Zwangsarbeiterentschädigung, Otto Graf Lambsdorff, hat sich über die mangelnde Zahlungsbereitschaft der deutschen Industrie beklagt. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Berliner Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung forderte er, daß sich mehr Firmen als bisher an der Stiftungsinitiative beteiligen. Lambsdorff erinnerte daran, daß die Entschädigung auch jene Zwangsarbeiter erfassen müsse, die in seit langem nicht mehr existierenden Betrieben gearbeitet hätten.

Darüber hinaus habe es »unzählige Unternehmen« gegeben, die zwar Zwangsarbeiter beschäftigt hätten, bei denen bisher aber keine Bereitschaft zu erkennen sei, sich an der Stiftungsinitiative zu beteiligen. »Das muß sich ändern, sonst bleibt es bei der Schwierigkeit, die zugesagten vier Milliarden überhaupt zu finanzieren, und erst recht wird es dann kaum möglich sein, diesen Betrag aufzustocken«, sagte Lambsdor...

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