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09.11.1999 / Feuilleton / Seite 0

Im von Mauern verhafteten Raum

»Flucht in Frankreich« - ein Romanbericht von Soma Morgenstern

Hans G Helms

Zu den bedeutenden literarischen Darstellungen der Internierung österreichischer und deutscher Antifaschisten und Juden in Frankreich und ihrer Flucht vor den Nazischergen von Anna Seghers oder Lion Feuchtwanger hat sich nun eine wahre Kamee gesellt: »Flucht in Frankreich«. Der Dichter dieses Romanberichts ist der aus der deutschen Literatur bis heute verdrängte Soma Morgenstern, Freund und Biograph Alban Bergs und seines Landsmanns Joseph Roth, antifaschistischer Journalist und sprachgewaltiger Romancier seiner dörflichen jüdischen Heimat im einstmals kakanischen Galizien.

Begonnen wurde das Werk wohl 1941 in Marseille, das »in den letzten Tagen Europas das letzte Tor der Freiheit (hätte) sein können (und das Pétain) und seine Polizei (...) zur letzten Falle im europäischen Jagdrevier Hitlers gemacht« hatten. Dort wartete Morgenstern mit Hunderten höchst gefährdeter Exilanten auf Rettung. Er entkam der Auslieferung an die Nazijäger nur, weil ein Tippfehl...

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