Der Schwarze Kanal
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15.08.2009 / Ausland / Seite 8

»Die Proteste zeigen die Wut unserer Leute«

In Südafrika ist die Apartheid zwar abgeschafft, die kolonialen Strukturen wirken aber nach wie vor. Ein Gespräch mit Mosibudi Mangena

Raoul Rigault
Mosibudi Mangena ist Vorsitzender der Azanischen Volksorganisation (Azapo). Von 2004 bis 2008 war er Südafrikas Minister für Wissenschaft und Technologie, heute ist er einfacher Abgeordneter

Seit einigen Wochen erlebt Südafrika eine Welle von Streiks und Unruhen in den Townships. Was ist der Anlaß dafür?

Einerseits zeigen sie die Wut unserer Leute, die in extremer Armut in Baracken leben, keine Arbeit haben und nicht die mindeste staatlicheUnterstützung bekommen. Und das in einem sehr reichen Land mit stinkreichen Leuten! Andererseits sind sie Ausdruck der Ungeduld derjenigen, die 15 Jahre lang dem African National Congress (ANC) vertraut und an die Versprechen seiner Führung geglaubt haben.

Die meisten Proteste richten sich direkt gegen die Regierung, allerdings werden zum Teil auch Immigranten aufs Korn genommen. Fürchten Sie nicht, daß diese Wut, ähnlich wie vor einem Jahr, entgleisen und zu Pogromen führen könnte?

Das Problem ist, daß die Revolten...



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