11.05.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Tabubruch in Stuttgart

IG Metall Baden-Württemberg ruft zu Aktionen gegen Krisenfolgen auf. DGB-Demonstration am 16. Mai in Berlin und Bildungsstreik am 17. Juni nächste Etappen des Protests

Herbert Wulff
Nach den erfolgreichen Demonstrationen am 28. März in Berlin und Frankfurt am Main gewinnt die Protestbewegung an Fahrt. In Baden-Württemberg beginnt die IG Metall heute eine Woche mit zahlreichen betrieblichen Informationsveranstaltungen, Demonstrationen, Kundgebungen und Konferenzen. »Wir müssen Flagge zeigen gegen das Verlagern der Krisenfolgen auf die Schultern der Beschäftigten«, begründete der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, die Initiative. Einer der Höhepunkte wird am Mittwoch in Stuttgart sein, wo die Belegschaften verschiedener großer Metallbetriebe zu Kundgebungen während der Arbeitszeit aufgerufen sind.

Protestetappen

Die Gewerkschaften wollten mit den Aktionen »ein deutliches Signal gegen Entlassungen in der Krise setzen«, erklärte Hofmann bei Vorstellung der Aktionsplanung. Zunehmend versuchten die Unternehmen, ihre Personalkosten durch Kündigungen zu senken. Auch Hofmanns hessischer Amtskollege Armin Schild hatte kürzlich gewar...

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