28.02.2009 / Thema / Seite 10

Neue Runde im Pipelinepoker

Gerät Moskaus Energietransitmonopol ins Wanken? Die EU versucht, ihre Chancen für die Nabucco-Pipeline im kaspischen Raum zu verbessern

Tomasz Konicz
Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Rußland, der im Januar 2009 weite Teile der östlichen Peripherie der EU von der Gasversorgung abschnitt, zieht langfristige geopolitische Konsequenzen nach sich. Innerhalb der Europäischen Union erhielten die Bestrebungen zur Diversifizierung der Energieversorgung neuen Schwung. Die Europäer sind nun verstärkt bemüht, unter Umgehung Rußlands Zugriff auf die Energieträger des kaspischen Raumes zu erhalten. Von Mittelosteuropa, über den Balkan, die Türkei, den Kaukasus bis zu den Steppen Zentralasiens ist eine Intensivierung des energie- und geopolitischen Kräftemessens, des mit verstärkter Verbissenheit zwischen Rußland und dem Westen geführten »Great Game« zu beobachten.

Derzeit importiert die Europäische Union 60 Prozent ihres jährlichen Erdgasbedarfs, wovon die Russische Föderation 40 Prozent liefert. Aufgrund zur Neige gehender Lagerstätten auf ihrem Territorium wird der Importbedarf der EU bei gleichbleibender W...

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