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21.10.2008 / Ausland / Seite 6

Marsch erreicht La Paz

Zu Fuß durch Bolivien: 75 000 Menschen demonstrieren für Verfassungsreferendum. Opposition ­blockiert Gesetz im Kongreß

Benjamin Beutler
Boliviens Millionenmetropole La Paz sieht unruhigen Tagen entgegen. Am gestrigen Montag erreichte ein acht Kilometer langer Zug von mindestens 75000 Menschen den Regierungssitz in den Anden. Bereits eine Woche lang war ein großer Teil von ihnen durch das Land gezogen, um seine Unterstützung für die neue Verfassung zu demonstrieren.

Der Anlaß für den Massenmarsch: Bis heute blockiert die rechte Opposition ein Volksabstimmungsgesetz. Dieses ist notwendig, um ein Annahmereferendum über die bereits im Dezember 2007 vom Verfassungskonvent verabschiedete neue Magna Charta durchzuführen, mit der Präsident Evo Morales »Bolivien neu gründen« will. Zuletzt scheiterte am vergangenen Wochenende im Kongreß (Parlament und Senat) das Vorhaben der sozialistischen Regierung, das entsprechende Gesetz zu verabschieden. Die Opposition verweigerte ihre Zustimmung erneut unter dem Vorwand, man sei gegen die in der neuen Verfassung geplante Wiederwahl des Präsidenten auch nach ...

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