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15.07.1999 / Ausland / Seite 0

Washington greift nun nach Montenegro

USA und NATO nehmen jugoslawische Teilrepublik ins Visier

Hans Werner

US-Präsident William Clinton und seine Regierung, aber auch die Führung der NATO in Brüssel machen sich wieder einmal Sorgen um das Schicksal eines Teils der Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ), der Republik Montenegro. Bemerkenswert ist dabei, daß sie diesmal nicht etwa wie im Falle Kosovo eine »humanitäre Katastrophe« verhindern wollen, sondern sich ganz offen in die inneren Angelegenheiten der BRJ einmischen. Im Falle von Montenegro sollen die Ergebnisse der letzten »demokratischen Wahlen« von 1997 (Präsident) und 1998 (Parlament), wenn es sein muß, auch mit neuen NATO Bomben, »verteidigt« werden.

Gleichzeitig rufen dieselben Verteidiger der Demokratie ohne Skrupel dazu auf, den jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic mit oder ohne Gewalt zu stürzen - obgleich dessen rechtskräftige Wahl sogar sein heutiger, westlich orientierter politischer Gegner, der Präsident Montenegros, Mile Djukanovic, anerkennt.

Nach der Errichtung des NATO-Protektorats im Kos...

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