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25.07.2008 / Titel / Seite 1

Adieu, 35-Stunden-Woche

Mit der Schlagzeile »Mörderischer Sommer für die Angestellten« machte die linke französische Tageszeitung L'Humanité gestern auf. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag hatte der französische Senat das »Gesetz zur Modernisierung der Wirtschaft« verabschiedet, das unter anderem die bisher geltende Wochenarbeitszeit von 35 Stunden aushebelt. Damit seien die Unternehmen künftig nicht mehr durch die Überstundenregelungen »blockiert«, erklärte Arbeitsminister Xavier Bertrand dem Sender France Info. Nach Ansicht von Gewerkschaften und linken Parteien handelt es sich um eine »Rückkehr ins letzte Jahrhundert«. Das Gesetz bedeute de facto das Ende der 35-Stunden-Woche. Sie war vor zehn Jahren unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten Lionel Jospin schrittweise eingeführt worden und galt als eine der wichtigsten Errungenschaften der französischen Arbeiterbewegung. Ebenfalls geändert werden die Regeln für Streiks, die künftig nur unter bestimmten Vorbedingunge...

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