14.07.2008 / Politisches Buch / Seite 15

Leben lassen im Osten

Keine »deutsche Waffenbrüderschaft«: Robert Allertz trennt Fakten und Fiktionen über die RAF und das DDR-Ministerium für Staatssicherheit

Claudia Wangerin
Mit reißerischen Schlagzeilen wie »RAF-Stasi-Connection« und »deutsche Waffenbrüderschaft« versuchten im vergangenen Jahr bundesdeutsche Medien eine militärische Zusammenarbeit des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) mit in der BRD als Terroristen Gesuchten zu konstruieren. Anlaß war mehr oder weniger nur, daß sich der »Deutsche Herbst« 1977 – inzwischen eine Metapher für den Höhepunkt der Eskalation zwischen dem bundesdeutschen Staatsapparat und der Roten Armee Fraktion (RAF) – gerade zum 30. Mal jährte. Als Indiz war pünktlich zum Jahrestag in der Birthler-Behörde das handschriftliche Protokoll der Vernehmung eines mutmaßlichen RAF-Mitglieds aufgetaucht, das bereits 1970 nach seiner Festnahme in Berlin-Schönefeld vom MfS über die Aktivitäten der Gruppe befragt worden war. Daraus wurde nun im Jahr 2007 messerscharf geschlossen, daß umgekehrt mindestens ebenso brisante Informationen vom MfS zu einer Gruppe von rund 20 untergetauchten Westlinken ge...

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