10.07.2008 / Thema / Seite 10

Die Laxen und die Strikten

Analyse. Die Rolle der Notenbanken. Fed und EZB sind weder willens, noch in der Lage, die Spekulationsexzesse zu verhindern (Teil I)

Lucas Zeise
Den Notenbanken und in besonderem Maße der US-Notenbank Federal Reserve (»Fed«) fällt bei der aktuellen Finanzkrise sowohl die Rolle des Schurken als auch die des potentiellen Retters zu. Das gilt deshalb, weil im aktuellen kapitalistischen Regulierungssystem die Geldpolitik des Staates, also die Zentralbank, eine herausragende Rolle spielt. Denn andere staatliche Institutionen sollen sowohl nach herrschender Ideologie als auch mittlerweile gemäß herrschender Praxis möglichst wenig in das Geschehen des Marktes eingreifen. Sie sollen nur Rahmenbedingungen setzen, das Auf und Ab des Geschäfts und der Konjunktur aber nicht beeinflussen. Dafür ist die Zentralbank da. Makroökonomisches Handeln wird weitgehend auf das Handeln der Notenbank als Entscheidungsinstitution über die Geldpolitik verengt.

Im Zusammenhang mit der Finanzkrise erweist sich die verengte Betrachtung des staatlichen Handelns auf die Aktionen der Notenbank schon bei der Ursachenanalyse als ve...

Artikel-Länge: 21729 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe