17.03.2016 / Medien / Seite 15

Dünne Mediensuppe

Das neue Buch Uwe Krügers über den Mainstream

Arnold Schölzel

Gegen Ende seines Buches »Mainstream. Warum wir den Medien nicht mehr trauen« zitiert der Leipziger Publizistikwissenschaftler Uwe Krüger einige Leitsätze der Kriegspropaganda, die der britische Politiker und Schriftsteller Lord Arthur Ponsonby (1871–1946) im Ersten Weltkrieg studiert hatte: »Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, bei uns handelt es sich um Versehen«, »Wir wollen keinen Krieg«, »Der Gegner ist allein für den Krieg verantwortlich«, »Der Führer des feindlichen Lagers ist ein Teufel«.

Diese Prinzipien werden täglich verwirklicht, wie jeder Medienkonsument weiß und Krügers Buch belegt. Er hat es mit derart vielen Beispielen für Fälschungen, Weglassen, doppelte Standards, gleichförmige Kommentierung, für eine »professionell betriebene Verschwörung zur Unterdrückung von Wirklichkeit« (Spiegel-Reporter Jürgen Leinemann) in den meinungsbildenden Medien der Bundesrepublik bis zum Rand gefüllt, dass hier ein kleines Kompendium aus 15 Jahren Me...

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