12.02.2016 / Ausland / Seite 7

Unfallopfer ohne Fingernägel

Tod eines Doktoranden in Kairo belastet italienisch-ägyptische Beziehungen. Hinweise auf Folter

Sofian Philip Naceur, Kairo

Die Ermordung eines italienischen Wissenschaftlers in Kairo wird zur Belastungsprobe für die italienisch-ägyptischen Beziehungen. Der 28jährige Giulio Regeni war am 25. Januar im Zentrum der Hauptstadt verschwunden und neun Tage später in einem Graben neben einer Hauptstraße außerhalb der Stadt ermordet aufgefunden worden. Sein Körper sei mit Stichwunden und Verbrennungen durch ausgedrückte Zigaretten übersät und seine Fingernägel seien herausgerissen gewesen, berichteten verschiedene Nachrichtenagenturen.

Auch wenn die Nachrichtenlage noch immer keine konkreten Schlussfolgerungen zu den Hintergründen der Tat erlaubt, ist eine Verwicklung ägyptischer Sicherheitsbehörden in die Ermordung des Doktoranden von der britischen Universität Cambridge nicht auszuschließen. Die italienische Zeitung La Stampa warf Ägyptens Polizei in der vergangenen Woche offen vor, für die Tat verantwortlich zu sein. Die Regierung in Kairo streitet eine Verwicklung der Behörden kons...

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