27.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Airbus will »abrüsten«

Luftfahrtkonzern will Militärelektroniksparte an zwei US-Fonds verkaufen. Helikoptergeschäft mit polnischer Regierung könnte scheitern. Von

Jana Frielinghaus

Thomas Enders, Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, will das Geschäft mit Sensoren, Radar und Grenzsicherung verkaufen und damit die Rüstungssparte des Unternehmens verkleinern. Der Grund ist nicht eine plötzlich erwachte Neigung zum Pazifismus bei »Major Tom«, sondern offenbar ein nicht ausreichendes Profitpotential. Am Dienstag berichtete das Handelsblatt zudem unter Berufung auf »Verhandlungskreise«, dass der Zuschlag für die Militärelektroniksparte mit 4.800 Beschäftigten in der Bundesrepublik nicht an Rheinmetall geht, sondern an zwei US-Beteiligungsgesellschaften. Airbus befindet sich der Zeitung zufolge bereits in den Schlussverhandlungen mit den Private-Equity-Fonds Carlyle und KKR. 1,3 Milliarden Euro wollen sie sich den Erwerb kosten lassen, der Düsseldorfer Konzern wollte eine Milliarde zahlen. Dem Bericht zufolge findet Enders, in der EU fehle es an politischem Willen, in Fragen der Rüstungspolitik zu kooperieren. Sprich:...

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