27.01.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Zielscheiben des Westens

Die US-geführten Interventionen der vergangenen Jahre haben sich immer gegen Länder mit antikolonialer Revolution gerichtet. Das Hauptaugenmerk gilt aber Russland und China

Domenico Losurdo

Auf Einladung der Partei Europäische Linke (EL) diskutierten am 9. Januar in Berlin unter anderem deren Vizepräsidentin María Teresa Mola aus Spanien, der Völkerrechtler Gregor Schirmer, Dov Khenin, Knesset-Abgeordneter von Chadash, der griechische Arbeitsminister Georgios Katrougalos, der Autor Rainer Rupp, der unter anderem für jW schreibt, sowie der Philosoph und Publizist Domenico Losurdo zum Thema »Antiimperialismus heute«. China und Russland sind »Zielscheibe« des Westens geworden, um die antikoloniale Weltrevolution in Frage zu stellen, so Losurdo in seinen Ausführungen. Die USA benennt der Italiener als gefährlichste Macht in diesem Streben. Auf Bitten der jW hat der Autor seine Ausführungen zu einem Artikel ausgearbeitet.

Ich möchte mit einer banalen Feststellung anfangen: Die Gefahr eines großen Krieges, ja sogar eines Weltkriegs hat eine neue Aktualität gewonnen. Papst Franziskus hat behauptet, dass der dritte Weltkrieg schon im Gange sei. W...

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