16.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Obamas Hirngespinste

Wirtschaftsboom, Millionen neue Jobs, Zufriedenheit: In seiner Rede zur Lage der Nation dreht der US-Präsident mächtig auf. Die Krise wird ausgeblendet

Rainer Rupp

Immer höhere Schulden sind keine Basis für Wohlstand. Seit Tausenden Jahren ist es die Erfahrung der Menschen, dass es ihnen auf Dauer nur dann besser geht, wenn sie weniger verbrauchen, als sie produzieren, und den Überschuss in die Zukunft investieren. In den USA macht man das Gegenteil. Dort wird begünstigt, wer leichtfertig Schulden macht, um zu konsumieren, und dann noch mehr Schulden aufnimmt, um sowohl die Zinsen zu zahlen als auch den Konsum noch weiter zu erhöhen. All jene, die hart arbeiten und verantwortungsvoll sparen, gehen leer aus, vor allem wegen einer seit sieben Jahren betriebenen Nullzinspolitik. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Das haben die Finanz- und Wirtschaftskrisen gezeigt, die auch zu Beginn dieses Jahres wieder die Welt erschüttern.

Von Australien über Südafrika und Brasilien bis nach Kanada stecken viele Länder bereits in einer tiefen Rezession, also einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in mindestens zwei aufeinanderfolgend...

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