15.01.2016 / Ausland / Seite 6

Verbannung aus Jerusalem

Zwei Palästinenser widersetzen sich israelischen Besatzungsbehörden

Sarah Benhaida, AFP

Auch am Donnerstag haben israelische Besatzungssoldaten wieder Palästinenser erschossen, die mutmaßlich Armeeangehörige mit einem Messer angreifen wollten. Ein Verdächtigter wurde nahe Nablus an einem Checkpoint exekutiert. Zuvor war am morgen ein Mann nördlich von Hebron von Einsatzkräften ums Leben gebracht worden. Die Spannungen halten an, vor allem in Jerusalem.

Dort war am 6. Januar die israelische Polizei im Morgengrauen auf das Gelände des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Jerusalem gekommen. Sie nahm zwei junge Palästinenser fest, die am 25. Dezember auf dem Areal in einem Zelt Zuflucht gesucht hatten. Samer Abu Eischeh, freiberuflicher Journalist, und Hidschasi Abu Sbeih, von Beruf Bauarbeiter, widersetzen sich hartnäckig der Verbannung aus ihrer Heimatstadt, die von der israelischen Militärkommandantur gegen sie angeordnet wurde.

Die Verbannung ist eine der weniger bekannten Maßnahmen, mit denen die Besatzungsmacht versucht, Widerstand g...

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