23.06.2015 / Feuilleton / Seite 10

Ein Warner

Konstantin Wecker erhielt in Berlin den Preis für Solidarität und Menschenwürde

Arnold Schölzel

Der Dichter Georg Heym (1887–1912) verfasste ein Jahr vor seinem Tod das Gedicht »Der Krieg«. Es beginnt mit dem Vers: »Aufgestanden ist er, welcher lange schlief / aufgestanden aus Gewölben tief.« Der Liedermacher und Schriftsteller Konstantin Wecker hat mehrere Strophen des Gedichts auf seine am Donnerstag erschienene neue CD »Ohne Warum« übernommen und eigene hinzugefügt. Bei ihm heißt es: »Hundert Jahre ist der Text nun alt, / eine Ode gegen Kriege und Gewalt. / Doch er konnte uns wohl nicht erreichen / wenn man sieht, wie sich die Bilder gleichen.« Und ähnlich wie Bertolt Brecht zu Beginn der 50er Jahre formulierte, heißt es bei Wecker abschließend: »Zweimal kam der große Krieg mit aller Macht. / Und sie sind zum dritten Mal nicht aufgewacht.«

Das kämpferische Wort und Lied gegen den Krieg, das Brandmarken seiner Verursacher und das Engagement für...

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