19.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kuba baut vor

Schrittmacher Tourismus: Havanna verfolgt ehrgeizige Entwicklungsziele. Größter potentieller Markt vor der Haustür

Peter Steiniger

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis US-Amerikaner in großer Zahl an Kubas Stränden landen. Die neue Politik des Weißen Hauses einer Lockerung der bereits mehr als 52 Jahre andauernden wirtschaftlichen Blockade und die angekündigte Wiederaufnahme der 1961 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Havanna und Washington werden auch den bilateralen Reiseverkehr weiter beleben. Zwar bleiben US-Bürgern rein touristische Reisen noch verboten. Die zwölf festgelegten Genehmigungsgründe für einen Besuch in Kuba – darunter familiäre, berufliche, Bildungs- oder religiöse Motive – sollen von den US-Behörden jedoch großzügig ausgelegt werden. Bereits zuvor scherten sich viele US-Touristen nicht um das Verbot und sahen sich die »Perle der Antillen« aus der Nähe an. Sie kamen via Mexiko oder über die Bahamas und verließen das Land nach ihrem Urlaub ohne Stempel im Pass, da die kubanischen Grenzbeamten ihren US-Kollegen keine Amtshilfe beim A...

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