13.08.2014 / Thema / Seite 10

Kunst für lau

Angst vor der deutschen »Ich-AG«-Politik: Seit Monaten mobilisieren in Frankreich Kulturschaffende und ihre Basisorganisation CIP gegen die weitere Prekarisierung der Arbeitsbedingungen

Robrecht Vanderbeeken
Der französische Kultursommer begann verheißungsvoll – allerdings nicht wegen der geplanten künstlerischen Darbietungen, sondern vielmehr wegen der Aktivitäten, mit denen die Künstler für gerechte Arbeitsbedingungen im kulturellen Bereich – und im weiteren Sinne für alle Beschäftigten in unsicheren Vertragsverhältnissen –, stritten und noch streiten. Die Programme vieler Sommerfestivals mußten »angepaßt« werden. Zahlreiche Aktionen machen auf die Prekarisierung der Lage der Kulturschaffenden durch die Kürzungs- und Privatisierungspolitik der französischen Regierung aufmerksam.

In Avignon, Tours, Arles, Aix-en-Provence, Paris, Marseille, Dijon, Strasbourg, Montpellier, Rennes und anderen Städten wurden bereits mehrere Vorstellungen abgesagt. Wie von einem Kulturstreik zu erwarten, wird auf kreative Weise mit unterschiedlichsten Mitteln experimentiert: Flashmobs, Gratisvorstellungen, Kundgebungen mit Riesenmarionetten, Nacktdemonstratione...

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