25.07.2014 / Ausland / Seite 7

Falsches Spiel

Irak: UN-Diplomat fordert Sicherheitsrat zum Vorgehen gegen »Islamischen Staat« auf. Doch der ist ein Geheimdienstprojekt

Karin Leukefeld
Der Leiter der UN-Mission für den Irak, Nikolai Mladenow, hat am Mittwoch den Sicherheitsrat aufgefordert, gegen den »Islamischen Staat« (IS) vorzugehen. Die Gruppe sei für schwerste Verbrechen verantwortlich, sagte der per Videolink aus Bagdad zugeschaltete Diplomat den versammelten Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates. Das Gremium müsse Sanktionen verhängen, die Verantwortlichen der Gruppe und ihre Unterstützer müßten zur Rechenschaft gezogen werden. »Ausländische Kämpfer zu rekrutieren und sie für Mord, Entführungen und schwere Menschenrechtsverletzungen einzusetzen«, müsse von der internationalen Gemeinschaft und dem Sicherheitsrat geahndet werden, so Mladenow. Die Bedrohung, die von der Gruppe ausgehe, betreffe nicht nur den Irak, dessen Existenz als Staat sie gefährde. Ausdrücklich warnte er vor einem Eingreifen ausländischer Truppen und sagte, »die Lösung dieser Krise kann nicht im Werkzeugkasten militärischer Operationen gefunden werden«. Nach UN-A...

Artikel-Länge: 4894 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe