18.06.2014 / Inland / Seite 4

Keine Gnade

Magdeburg: Afrikanische Flüchtlingsfamilie mit kleinen Kindern und schwerkranker Mutter trotz Petition nach Italien abgeschoben. Unterstützer protestieren

Susan Bonath
Die Mutter schwer traumatisiert, die Kinder gerade ein und zwei Jahre alt: Die Magdeburger Linksjugend Solid und Flüchtlingsaktivisten wollten die Abschiebung der Familie Haji in ein italienisches Auffanglager verhindern (siehe jW vom 3. Juni 2014). Vorige Woche hatten sie eine entsprechende Petition an Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) überreicht. Über 14000 Unterschriften hatten sie dafür gesammelt – und auf einen sogenannten Gnadenerlaß des Landes gehofft. Doch zum gestern anberaumten Gesprächstermin im Ministerium war es bereits zu spät: Die aus Nigeria und Mali stammenden Eltern und ihre Kinder saßen im Flugzeug. Am Dienstag morgen gegen sechs Uhr hatte man sie aus dem Schlaf gerissen und vom Asylbewerberheim Magdeburg nach Berlin-Tegel transportiert, wie Solid-Sprecher Robert Fietzke gegenüber jW informierte. Er ruft nun für Donnerstag und Freitag zu Demonstrationen vor dem Magdeburger Landtag (Ausweichquartier: Johanniski...

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